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Camper Reise durch die USA : Guide mit Infos zur Camper/ Wohnmobil Miete und Tipps für Unterwegs

Aktualisiert: 21. Dez. 2023



Aussicht auf den Devils Garden Campground im Arches National Park


Ein Roadtrip durch die USA – das ist ein Traum, den, glaube ich, jeder Reisende einmal hat. Die meisten denken dabei an einen klassischen Roadtrip mit Mietwagen und Motel. Doch es gibt noch eine weitere Möglichkeit, die viele gar nicht so auf dem Schirm haben: einen Roadtrip mit einem Camper.

Für uns ist das die liebste Art, Nordamerika zu bereisen, weil sie viele Vorteile mit sich bringt. In diesem Beitrag möchten wir auf diese Vorteile eingehen, aber auch auf die kleinen Nachteile. Wir werden auf die verschieden Camper und Wohnmobil Modelle eingehen und natürlich werden wir euch mit Tipps versorgen, wie ihr bei der Miete eines Campers sparen könnt.



Vorteile


Was sind denn nun die Vorteilen eines Roadtrips mit Camper?


  • Ihr habt euer Zuhause immer dabei und dementsprechend auch immer alles an Gepäck und Essen. Nie wieder müsst ihr wegen eines vergessenen Teils ins Hotel zurückfahren!

  • Damit kommen wir zu Punkt zwei. Man kann jederzeit anhalten und an den schönsten Orten kochen und essen.

  • Man kann immer mitten in der Natur schlafen und innerhalb der Nationalparks gibt es wunderschöne Campingplätze, die sich häufig so anfühlen, als würde man irgendwo wild campen, weil sie so naturbelassen sind.

  • Die Natur ist einem viel näher und man begegnet schon früh am Morgen auf dem Campingplatz den wildesten Tieren. Schon mehrfach hatten wir Hirsche, Kojoten, jede Menge Waschbären und Grauhörnchen auf unserem Stellplatz.

  • Ihr seht wahnsinnig schöne Sternenhimmel. Weil die Campingplätze meist auch fernab von großen Orten sind, ist es vorprogrammiert, die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht sehen zu können.

  • Seid ihr von der vielen Fahrerei müde? Kein Problem, wenn man mit dem Camper unterwegs ist. Jederzeit könnt ihr anhalten und euch ausruhen, bis ihr wieder fit seid.


Aussicht auf den Devils Garden Campground im Arches National Park

Aussicht auf den Devils Garden Campground im Arches National Park



Camper Buchen


Wo kann man solche Camper am besten buchen?


Es gibt verschiedenste Buchungsportale, bei denen ihr euren Camper buchen könnt. Dort könnt ihr euch die verschiedenen Typen genauer ansehen, meist gibt es Fotos sowohl von außen als auch von innen und auch Grundrisse, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welcher Camper zu euch passen könnte. Hier eine Liste an möglichen Buchungsportalen und Reiseanbietern:







Ihr könnt aber selbstverständlich auch zu eurem Reisebüro des Vertrauens gehen. Das haben wir gemacht, als wir unsere erste USA-Reise gebucht haben, wir haben aber festgestellt, dass es meist günstiger ist, die Buchung über das Internet vorzunehmen.



Freimeilen


Zuerst gilt es, das richtige Fahrzeug zu buchen. Dabei sollte man beachten, dass es bei der Buchung nicht nur um die Größe und Ausstattung des Fahrzeugs geht. (Darauf gehen wir später mehr ein.) Ein wichtiger Faktor sind die Freimeilen, die nicht im Standard Mietpreis inbegriffen sind. Diese müssen hinzugebucht werden und erhöhen den Endpreis der Miete. Die meisten Vermieter bieten sogenannte Meilenpakete an. Diese Pakete enthalten eine größere Anzahl von Meilen, oft in Schritten von 100, 250 oder 500 Meilen, die zu einem günstigeren Preis angeboten werden als der Einzelkauf von Meilen.

Die Kosten für diese Meilenpakete variieren je nach Anbieter und Größe des Pakets, liegen aber im Allgemeinen zwischen $30 und $200. Zum Beispiel könnte ein Paket von 500 Meilen rund $150 bis $200 kosten, während ein Paket von 100 Meilen rund $30 bis $50 kosten könnte.


Diese Pakete sind eine gute Option, wenn du vorhast, lange Strecken zu fahren, da sie im Vergleich zum Kauf einzelner Meilen kostengünstiger sein können. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht genutzte Meilen in diesen Paketen in der Regel nicht zurückerstattet werden. Daher ist es wichtig, die benötigten Meilen so genau wie möglich zu schätzen, um nicht mehr Meilen zu kaufen, als tatsächlich benötigt werden. Aber du solltest auch nicht zu wenig Meilen buchen, schnell fährt man mehr als geplant und jede weitere gefahrene Meile wird im Nachhinein bei der Abgabe Abgerechnet. Die Kosten für zusätzliche Freimeilen variieren je nach Anbieter, liegen aber in der Regel zwischen 25 und 50 Cent pro Meile. Daher ist es äußerst ratsam, vor der Buchung eine grobe Route zu planen und die Anzahl der benötigten Meilen zu schätzen. Ein hilfreicher Tipp ist, die Gesamtdistanz der Reise grob zu schätzen und dann noch etwa 20-30% hinzuzufügen, um unerwartete Umwege oder spontane Abstecher zu berücksichtigen.


Eine gute Planung und Berechnung der benötigten Meilen im Voraus, helfen dir dabei unnötige Kosten zu vermeiden und dein Budget optimal zu nutzen. Auch hier gilt: Eine gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen und unvergesslichen Wohnmobil-Reise durch die USA.



Camper Austattung, Versicherung und Kaution


Ein weiterer Faktor, der bei der Buchung des Campers berücksichtigt werden sollte, ist die Versicherung. In der Regel ist eine Basisversicherung in der Miete enthalten, aber es ist ratsam, eine zusätzliche Versicherung abzuschließen, die auch Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt. In den USA können die Kosten für Reparaturen sehr hoch sein, daher ist eine umfassende Versicherung empfehlenswert.


Auch die Kaution ist ein Aspekt, den man bei der Buchung des Campers berücksichtigen sollte. Die Kaution ist eine Sicherheit für den Vermieter, falls Schäden am Fahrzeug entstehen. Sie wird nach der Rückgabe des Fahrzeugs erstattet, sofern das Fahrzeug in gutem Zustand ist. Wir haben immer um die 500$ für die Kaution hinterlegen müssen, diese wird auf deiner Kreditkarte nicht abgebucht aber geblockt. Sobald du den Camper Zurück bringst wird dieser betrag auf deiner Kreditkarte wieder gut geschrieben.


Zur Ausstattung des Campers: In den meisten Campern ist nur das Grundlegende enthalten. Dies bedeutet, dass du zusätzliches Zubehör wie Bettwäsche, Handtücher, Geschirr und Kochutensilien hinzubuchen musst. Oft bieten die Vermieter solche „Starterpakete“ gegen eine Gebühr an. Es ist daher empfehlenswert, vorab zu prüfen, was genau im Mietpreis enthalten ist und was nicht, und gegebenenfalls Zusatzpakete zu buchen. Denn das variiert von Vermieter zu Vermieter.


Es ist auch wichtig zu beachten, dass einige Vermieter von dir erwarten, das Fahrzeug gereinigt und mit leerem Abwassertank zurückzugeben. Andernfalls könnten zusätzliche Reinigungsgebühren anfallen. Daher empfiehlt es sich, das Fahrzeug während der Reise sauber zu halten und vor der Rückgabe noch einmal gründlich zu putzen.



Welche Camper kann man buchen und wo liegen die Unterschiede?


Auf den ersten Blick kann einem die Auswahl an Camper erschlagen und man fragt sich schnell welcher Camper den am besten ist und worin die Unterschieden liegen. In diesem Abschnitt gehen wir genauer auf die Verschiedenen Typen und Modelle ein.


Wohnmobil/ RV

Ein Wohnmobil, in den USA und Kanada als RV bezeichnet, ist die am häufigsten gemietete Art von Camper. Diese haben in der Regel fast jeglichen Komfort, den man auch zu Hause hat, nur auf kleinerem Raum. Es gibt eine voll ausgestattete Küche mit Herd, Spüle, Kühl- und Gefrierschrank, ein kleines Bad mit WC und Dusche. Natürlich gibt es mindestens ein Bett und eine Sitzecke mit Tisch, die auch noch zu einem kleinen Bett umgebaut werden können. Hierbei gibt es drei verschiedene Typen von RVs und natürlich in allen Größen.


Class C RV


Der häufigste RV-Typ, der vermietet wird, ist ein Class C RV. Diese haben einen Alkoven über dem Fahrerhaus, in dem sich ein Bett für zwei Personen befindet. Diese gibt es in den Längen von 19-32 ft. Ab 22 ft haben die RVs noch ein weiteres Doppelbett und bieten Platz für vier Personen. Wir hatten einmal das Glück, ein kostenloses Upgrade auf ein 32 ft RV zu bekommen, das war so groß, dass es Platz für sechs Leute hatte. Wir haben das Ganze mit fünf Leuten über zehn Wochen getestet und es war immer ausreichend Platz für jeden da. In dieser Größe haben die RVs auch meistens mindestens einen Slideout, den man zur Seite ausfahren kann, um den Wohnraum nochmals erheblich zu vergrößern. Ein Class C RV hat aber den Nachteil, dass man mit ihm nur auf asphaltierten Straßen fahren kann und dass er relativ viel Sprit (20-25 Liter auf 100 Kilometer) verbraucht. Was gerade bei den aktuellen Spritpreisen, auch in den USA, die Urlaubskasse schmälern kann.



Class C RV 32ft von Road Bear im Saguaro National Park

Unser Class C RV 32ft von Road Bear


Class A RV


Der zweite Typ von RV ist ein Class A RV. Diese sehen von der Größe her fast wie Reisebusse aus und sind wirklich riesig. Selbstverständlich bieten sie alles, was die Class C RVs auch haben, nur ist alles noch komfortabler, größer und luxuriöser. Diese Fahrzeuge eignen sich jedoch nicht unbedingt für einen Roadtrip, da sie oft zu groß für die Campingplätze innerhalb der Nationalparks sind. Man muss auf RV-Parks ausweichen, die in der Regel viel teurer sind und wesentlich weniger Charme haben, weil sie meist sehr angelegt aussehen und häufig an einen Parkplatz erinnern.


Class B RV


Der letzte Typ sind die Class B RVs/Vans. In Deutschland fallen sie eher unter die Kategorie Sprinter etc., aber in den USA werden sie bei den Vermietern eher als RVs gelistet. Natürlich haben sie nicht mehr so viel Platz und Komfort wie ein Class C RV, bieten aber dennoch fast die gleiche Ausstattung wie ein klassischer RV, nur eben etwas kleiner. Sie haben den Vorteil, dass sie kleiner und wendiger sind als ihre größeren Kollegen und daher nicht so viel Sprit verbrauchen. Zudem kann man mit ihnen besser über unwegsame Straßen fahren, um zu abgelegenen Orten zu gelangen.



Camper Vans

Dann gibt es natürlich noch die klassischen amerikanischen Vans zu mieten. Meistens handelt es sich um umgebaute Fords oder Chevys. Auch hierbei gibt es Unterschiede: Einige bieten immerhin Stehhöhe und den Komfort einer kleinen Küche im Inneren für schlechtes Wetter. Es gibt jedoch auch kleinere Vans, bei denen die Küche hinten unter dem Bett verbaut ist und zum Kochen herausgezogen werden muss. Das ist natürlich bei schlechtem Wetter ungünstig, stellt aber gerade im Südwesten der USA eher selten ein Problem dar, da das Wetter dort größtenteils gut ist. Aufgrund ihrer Größe bieten sie jedoch die größte Freiheit. Man kann mit ihnen auch gut in größere Städte wie LA und San Francisco fahren, ohne Schwierigkeiten bei der Parkplatzsuche zu haben, und sie verbrauchen viel weniger Sprit. Wie bei einem Class B RV gelangt man mit ihnen auch leichter zu abgelegenen Orten.



Truck Camper

Die letzte Kategorie an Campern ist der Truck Camper. Das ist eigentlich ein gewöhnlicher Pickup mit Wohnkabine auf der Ladefläche. Durch diese Kombination ist er der perfekte Camper für diejenigen, die den Komfort eines RVs haben möchten, aber auch gerne mal abseits der Highways auf unbefestigten Straßen unterwegs sein möchten. Das ist auch unsere bevorzugte Art von Campern und sind in einem Truck Camper über 7 Monate gereist.



Spartipps beim Buchen


Wie kann ich bei der Buchung eines Campers sparen?


In der Regel ist das Mieten eines Campers teurer als ein Mietwagen. Dafür spart ihr aber die Kosten für Unterkunft und ihr könnt selbst kochen, was ebenfalls Geld spart. Es gibt aber auch noch ein paar Tipps, die ihr bei der Planung und Buchung einer Camper-Reise beachten solltet, um Geld im Voraus zu sparen.


  • Früh buchen: Wer bis zum 31.10. für das nächste Jahr bucht, kann Rabatte bis zu 20% erhalten. Langzeit-Rabatt: Wenn du die Möglichkeit hast, länger als drei Wochen zu reisen, dann mach das! Denn ab der dritten Woche, die ihr bucht, erhaltet ihr meistens für jede weitere Woche, die ihr länger mietet, Vergünstigungen. Zum Vergleich: Wir haben 2018 für knapp zehn Wochen 5600 Euro Miete bezahlt und für nur vier Wochen hätten wir 3500 Euro zahlen müssen.


  • Reisen in der Nebensaison: Die Monate Juli und August sind unbezahlbar. Die Mieten kosten für dieselbe Zeit das Doppelte. Und gerade im Südwesten ist es uns dann meistens zu heiß. Wir waren entweder im April, Mai, Juni oder im September und Oktober dort und hatten bis auf sehr wenige Ausnahmen bestes Wetter.


  • Mache Urlaub mit deinen Freunden: Wir haben viele unsere Reisen mit Freunden gemacht. Dabei spart man eine Menge Geld, weil man sich alle Kosten wie Miete, Sprit und Essen teilen kann. Zudem hat man unvergessliche Erinnerungen, die man miteinander teilen kann.


Camping Trip mit Freunden im Grand Teton National Park

Camping Trips mit Freunden machen besonders viel Spaß



Spartipp: Überführungsfahrten

Es gibt bei vielen Camper-Vermietern jedes Frühjahr die Möglichkeit, Überführungsfahrten zu machen und dabei eine Menge Geld zu sparen.


Ihr fragt euch jetzt bestimmt: Was ist eine Überführungsfahrt?


Eure Aufgabe bei einer Überführungsfahrt besteht darin, die nagelneuen Camper am Werk in Chicago abzuholen und zu den Vermietstationen im Westen oder in Florida zu bringen. Die häufigsten Ziele, die wir gesehen haben, sind L.A., San Francisco und Las Vegas. Aber auch Orte wie Seattle, Denver oder Miami sind hin und wieder dabei. Dafür habt ihr meistens 2 - 3 Wochen Zeit.


Für alle, die gerne einmal quer durch das Land fahren möchten, ist das die perfekte Gelegenheit. Man spart im Vergleich zur normalen Miete eines Campers eine Menge Geld, denn im Preis ist, anders als bei der normalen Miete, alles bereits inklusive.

Der Herbst ist meistens die beste Zeit, um nach günstigen Überführungsfahrten Ausschau zu halten. Diese findet ihr auf den bereits oben genannten Portalen, häufig aber bei Canusa. Dort könnt ihr dann aus verschiedenen Angeboten das aussuchen, was euch am besten passt. Es lohnt sich aber, schnell zu sein, da die besten Angebote immer schnell vergriffen sind. Alternativ könnt ihr auch den Newsletter abonnieren, um kein Angebot zu verpassen.


Wir selbst haben eine solche Überführung noch nicht gemacht, weil nie der passende Zeitraum für uns dabei war, aber wir haben Leute getroffen, die es gemacht haben, und sie waren super begeistert.



Super Spar Hack


Ihr habt nur ein kleines Budget für euren Trip und wollt trotzdem unbedingt Campen?

Mietet euch einfach einen Fullsize SUV oder einen Minivan an. Der Vorteil an den amerikanischen Autos ist ja das sie riesig sind und sich dementsprechend auch perfekt als Camper Alternative eignen.


Hierfür müsst ihr nur die Rücksitze umklappen und im nächsten Walmart Superstore eine komfortable Schlafluftmatratze kaufen, die kosten nicht viel. Alles weitere an Ausrüstung bekommt ihr auch dort. Auch Bettzeug zum Schlafen oder Schlafsäcke. Camping Kocher, Geschirr, Töpfe und Besteck gibt es häufig als Set. Unseres haben wir bis heute im Einsatz. Kühlboxen für eure Lebensmittel gibt es dort auch.


Aber was macht ihr mit der neu gekauften Ausrüstung nach der Reise? Nach eurer Reise gibt es viele Möglichkeiten ein neues Zuhause für sie zu finden.


  1. Ihr nehmt die Sachen mit nach Deutschland.

  2. Fragt auf eurem letzten Campingplatz die Leute ob sie etwas von eurer Camping Ausrüstung gebrauchen können und schenkt es ihnen.

  3. Eure Sachen an Organisationen spenden, die es an bedürftige Leute weiter geben.


Wenn ihr schon Camping Ausrüstung Zuhause habt, nehmt sie einfach mit, das spart nochmal Geld und es ist selbstverständlich Nachhaltiger.

Wir haben bisher eine Mischung aus den ersten bei deren Sachen gemacht. Gerade auf den Campingplatz haben wir einige Leute glücklich machen können. Den Rest haben wir mit in den Koffer/Rucksack gepackt. Wir hatten zwar mehr Gewicht als geplant und mussten drauf zahlen, aber es ist immer noch günstiger als sich einen Camper zu mieten.


Im Auto zu schlafen hat vielleicht nicht den Komfort eines richtigen Campers, aber die Campgrounds in den USA haben immer den Komfort eines Picknicktisches mit Bank zum Essen, Toiletten gibt es auch immer und fließend Wasser gibt es, bis auf sehr wenige Ausnahmen, auch immer. Nur Duschen gibt es nicht überall, diese findet ihr aber häufig in den Visitor Centern der National Parks oder auch Raststätten bieten oft Duschen gegen Gebühr.



Unsere Kosten für eine Camper miete


Wir haben selber 2x einen Camper in den USA gebucht, das war 2016 und 2018. 2022/23 waren wir mit unserem eigenen Camper in den USA unterwegs und können daher nur von der Erfahrung unserer Freunde berichten die uns im Februar 2023 für einen Monat besucht haben. Ein vorweg: Die Preise sind in den letzten Jahren sehr gestiegen und unsere Freunde waren bei der Buchung recht spät dran. Hätten sie 3 Monate vorher gebucht hätten sie sich fast 1000€ sparen können. aber kommen wir zu unseren Erfahrungen.


September/ Oktober 2016: Haben wir über ein Reisebüro gebucht und haben für 32 Tage von San Francisco nach Miami inklusive unbegrenzte Freimeilen und Oneway Gebühr 3500€ bezahlt. Der Camper war von Cruise America und wir haben uns vorab die Gebühren für Camper und Persönliche Austattungspakete gespart. Wir sind zu Walmart gegangen und haben uns Bettdecken, Geschirr etc. Gekauft oder zum Teil aus Deutschland mit gebracht. Noch mal würden wir das aber nicht machen, weil am ende war der Preisliche Unterschied nicht so hoch, dafür das man es am Ende der Reise wieder los werden muss.

Hinzu kamen Kosten wie Sprit, Lebensmittel, Campgrounds und Essen gehen. Dafür haben wir noch mal um die 1500€ Pro Person bezahlt.


April-Juni 2018: Wir waren fast 10 Wochen im Westen der USA unterwegs, davon hatten wir um die 65 Tage einen Camper gemietet. Für die Miete des Campers (Roadbear RV), die Ausstattung und 10.000 gebuchter Kilometerpakete haben wir 5700€ bezahlt. Wir sind Natürlich mehr gefahren als geplant und mussten am Ende 2000km nachzahlen. Abgeholt und Abgegeben haben wir ihn in Los Angeles. Geteilt haben wir uns die Kosten aber mit 3 weiteren Freunden, was die Reise um einiges Günstiger machte. Für die Komplette Zeit inklusive Campgrounds, Camper Miete, Hotel, Essen gehen Ausflüge etc. haben wir um die 5000€ pro Person bezahlt.


Februar 2023: Insgesamt 28 Tage haben uns unsere Freunde (4 Personen) besucht und den gemeinsam den Camper gemietet. Gebucht haben sie wieder bei Roadbear, da wir 2018 schon begeistert von dem Vermieter waren. Für die Miete Inklusive Camper und Persönlicher Ausstattung, 3000Meilen Pakete und Oneway Gebühr von Los Angeles nach San Francisco, haben sie 4500€ bezahlt. Und das war die Nebensaison! Daran sieht man das die Preise sehr gestiegen sind. Wenn man Lebensmittel, Sprit, Essen gehen, Campgrounds etc. hinzu rechnet haben sie insgesamt 3000€ pro Person bezahlt.


Die Kosten können aber komplett individuell sein, weil sie von der Jahreszeit und der Dauer abhängig sind. Hinzu kommt das jeder anders reist und für andere Dinge vielleicht mehr Geld ausgibt wie wir, z.b. Essen gehen Aktivitäten etc.


Campgrounds


Am Anfang haben wir ja schon bisschen was zu den Campgrounds erzählt, darauf gehen wir jetzt mal genauer ein, weil es gibt dabei immense Unterschiede. Am schönsten sind hierbei defintiv die Staatlichen Campgrounds.


Am häufigsten werdet ihr auf eurem Trip auf Staatliche Campgrounds, Private Campgrounds und RV Parks Treffen. Dabei gibt es drei verschiedene Arten vom Stellplätzen/Campingsites.


  • Full Hock UP: Strom und Wasser Anschluss auf eurem Stellplatz

  • Electric Hook Up: Strom auf eurem Stellplatz

  • No Hook Up: Ihr habt lediglich den Stellplatz, Kein Strom und Wasser


In den Fällen wo ihr Kein Wasser auf euerem Stellplatz habt, könnt ihr in den meisten Fällen euer Wasser an der Dump Station auffüllen. Dort gibt es Frisch Wasser und dort werden auch eure Schmutz Wasser Tanks Geleert.


So jetzt aber zu den verschiedenen Typen an Campgrounds.


Staatliche Campgrounds

Diese findet ihr in der Regel innerhalb National und State Parks. Wir haben dabei die Erfahrung gemacht das die Campgrounds innerhalb der National Parks günstiger sind aber auch weniger bieten. Sie haben immer eine Feuerstelle und Picknick Tisch auf der Campingsite, aber seltener Strom. Toiletten und Waschbecken gibt es immer, Duschen findet ihr wie bereits oben erwähnt, eher in den Visitor Centern. Es gibt aber auch Ausnahmen, wo es auch Duschen Vorort gibt. Wir haben aber selten Strom gebraucht und eine Dusche zur Not im RV gehabt, weshalb wir das selten vermisst haben.

Campgrounds in State Parks sind bisschen Teurer und haben alles was ein Campground eines National Parks auch hat. Hier gibt es aber in den meisten Fällen Strom auf der Site und auch ein Duschhaus.

Nachteil der Staatlichen Campgrounds, man muss gerade in sehr beliebten Regionen bis zu 6 Monate im vorraus den Stellplatz reservieren, weil die Anzahl an Stellplätzen sehr begrenzt sind und schnell ausgebucht sind. Darauf gehen wir aber in einem Gesonderten Artikel ein.



Jumbo Rocks Campground im Joshua Tree National Park

Jumbo Rocks Campground Joshua Tree National Park


Private Campgrounds

Neben staatlichen Campgrounds findet ihr auch eine Menge Private Campgrounds. Diese liegen nicht innerhalb der National und State Parks und man muss diese immer für die Übernachtung verlassen. Was wir immer bisschen anstrengend fanden, weil bei manchen National Parks kann das Raus und rein fahren auch mal gut und gerne 3-4 Stunden dauern. Für uns zu viel, denn das ist kostbare Urlaubszeit die dafür Flöten geht, die wir einfach lieber auf den Wanderwegen in den Parks verbracht haben. Deswegen haben wir Private Campgrounds nur genutzt wenn wir nicht einen National Park besucht haben.


RV Parks

Wir haben es eben ja schon erzählt, RV Parks sind meistens wirklich nicht sonderlich schön, sie sind auf große RVs ausgelegt und bieten jeglichen Komfort und Luxus. Für uns hat das immer wenig mit Campen zu tun, weshalb wir nur in Notfällen auf RV Parks zurück gekommen sind. Meist war das der Fall wenn wir innerhalb Großstädten waren oder wir einfach Müde waren von der Fahrt und keinen Campgound gefunden haben.


Primitive Camping und Wild Camping

Wenn ihr viel Zeit habt und flexibel seid, könnt ihr auch Primitive Campgrounds nutzen oder Wildcampen. Also eins Vorab ihr dürft nicht Wild Campen wo ihr wollt, innerhalb National Parks und State Parks ist es Verboten! Aber auf BML Land und innerhalb National Forest ist es gestattet Wild zu Campen, wenn ihr euch an gewissen Regeln Haltet.

Es gibt gerade auf BML Land auch häufig Primitive/ Dispersed Campgrounds. Diese bieten in der Regel aber nur Feuerstellen und manchmal ein Plumpsklo. Diese sind meisten Kostenlos oder man kann eine Freiwillige Spende abgeben.



Primitive Camping am Lake Powell

Primitive Camping am Lake Powell



Boondooking

Die Letzte Möglichkeit ist das Boondooking, dabei könnt ihr auf Walmart oder Casino Parkplätzen Umsonst schlafen wenn ihr dort was kauft oder den Service nutzt. Bei Walmart ist es aber meistens innerhalb Großstädte wie LA verboten, aber sobald ihr aufs Land fahrt ist es Gang und gebe. Ob es Erlaubt ist seht ihr meistens daran das der Parkplatz einer Wohnmobil Ausstellung gleicht.



Preise im Schnitt

  • Primitve Camping 0-15$

  • Campground National Park 25-35$

  • Campground State Park 45$-75$

  • Private Campgrounds 45$-90$

  • RV Park 60$-120$


Das sind die Preise die wir in der Vergangenheit Bezahlt haben. Die Preisfenster sind schon sehr weit, das liegt aber daran, das es stark davon abhängt wo der Campground/ RV Park liegt. Gerade in sehr beliebten und auch Städtischen Regionen solltet ihr besser mit etwas mehr Rechnen.


Ihr wollt mehr zum Thema Campgrounds und Wild Camping in den USA und Kanada erfahren? Dann solltet ihr euch diese beiden Beiträge durchlesen!
















Tipps für Unterwegs


Zum Schluss geben wir euch noch paar Tipps auf den Weg.

  • Habt immer für Duschen und Waschsalons Quaters (25cent) dabei. Denn die werdet ihr brauchen, wir würden behaupten in 70% der Fälle nehmen diese nur Quaters an. Mittlerweile bieten aber auch immer mehr Waschsalons Kreditkarten Zahlung oder sogar bezahlen per App an.

  • Nutzt Kundenkarten von Safeway und Walmart, ihr spart euch beim Einkaufen eine Menge Geld, da die Lebensmittel mit Kundenkarte immer günstiger sind.

  • Plant genug Zeit ein. Mit einem Camper braucht man morgens immer länger bis man los kommt. Man muss erstmal alles Abfahrbereit machen und verstauen. (Wir haben mal einen Laptop auf der Küchen Theke liegen lassen und sind los gefahren. Den Rest könnt ihr euch ausmalen) Abwasser muss abgelassen werden und Frischwasser aufgefüllt.

  • Nutzt Packwürfel für eure Kleidung, die wird euch sonst in den Schränken immer hin und her fliege









Wir hoffen euch hat der Beitrag gefallen und wir haben eure Lust auf einen Camper Trip geweckt!


Bis zum nächsten Abenteuer,

Anna & Dominik





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